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lüge

ha, ich hab zwar gesagt, daß ich mich gleich am abend wieder melden würde, doch dies war eine lüge. wenn auch eine nicht gewollte. na, dann melde ich mich halt jetzt wieder, vü späta.
bin mal wieder alleine, genieße es aber nicht ganz so sehr wie beim letzten mal. es ist immer noch herbst und das wetter immer noch sensationell.
mein bruder macht mir sorgen. was ist er doch für ein verlorener mensch. ich hoffe so sehr, daß er bald selbst wieder kraft findet, weil ich mittlerweile nicht mehr weiß bzw. noch nie gewußt habe, wie man ihm von außen helfen könnte. ein erster schritt wäre wohl der dezidierte rausschmiss gewesen. das hat der papi aber, mensch der er ist, nicht so ganz auf die reihe gekriegt.
momentan warte ich auf einen job. arbeit zu haben, die mich halbwegs erfüllt und ganz und gar beschäftigt, täte mir gut. wenn ich mich ein bißchen bemühe, wird das hoffentlich auch mal klappen. vorletzte nacht habe ich darüber nachgedacht, wieder nach paris zu gehen. doch was macht man ohne job und ohne wohnung in paris ganz allein? wenn ich`s mir leisten könnte, würde ich`s vielleicht sogar machen. andererseits möchte ich nicht schon wieder von meiner familie getrennt sein.
morgen treffe ich erneut esztness. isabelle sollte bzw. würde ich auch gerne treffen, doch etwas in mir sträubt sich auch dagegen. doch genau das gilt es zu überwinden, da ich sonst wieder alle sozialen kontakte vergrault habe.
in letzter zeit habe ich darüber nachgedacht, wie ich gestrickt bin. ehrlich gesagt brauche ich gar nicht viele menschen um mich. mir reichen die paar, die ich liebe und mit denen ich mich wohl fühle. neuen personen gebe ich nicht wirklich eine chance. meine kollegin luisa hat das recht treffend gesagt, als wir wieder einmal alleine im ersten stock waren. ich bin kommunikativ und lustig und spreche mit jedem, doch eigentlich bin ich ziemlich verschlossen und es ist schwer, mich darüber hinaus kennen zu lernen. die leute erzählen mir viel von sich selbst, aber ich gebe im gegenzug fast gar nichts von mir preis. isabelle sagte dasselbe mit ihrem ehschowissensatz. hm. ich glaube nunmehr nicht mehr, daß dies eine nebenerscheinung meiner depression war, sondern daß ich als mensch eher so bin. mich mit leuten zu treffen, die ich zwar nett aber nicht unbedingt notwendig für mein leben sehe, erscheint mir eher anstrengend. das klingt fast ein bißchen unsympathisch. aber genau so schlimm ist es, wenn ich mich ständig selbst kritisiere. genauso wie ich mit der kritik anderer nur schlecht umgehen kann, bin ich auch meiner eigenen fast gar nicht gewachsen. deswegen trinke ich wohl auch. aber es ist nie zu spät, etwas zu ändern, richtig?
ja und deswegen werde ich jetzt öfter schreiben und dinge tun, die mir am abend ein "puh, geschafft" abringen. yeah.

bis auf weiteres verbleibe ich mit freunlichen grüßen.
12.10.06 09:43





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